Brandenburg
Das Weite Suchen. Fotografien der späten DDR und frühen 1990er-Jahre
Im Brandenburgischen Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte zeigten vom 27. November 2025 - 16. Juni 2026 zwölf Fotografinnen und Fotografen eine Gesellschaft im Umbruch

Ausschnitt Marie, Ost-Berlin/Prenzlauer Berg, Februar 1988 ©Merit Schambach
In der späten DDR, in der die Zeit still zu stehen schien und sich gleichzeitig Aufbrüche abzeichneten, fanden die Künstlerinnen und Künstler Bilder für das Geschehen. Entstanden sind künstlerische Auseinandersetzungen und dokumentarische Kommentare der Zeit. Auch die folgenden Erschütterungen in den frühen 1990er-Jahren begleiteten sie und waren in ihrer Arbeit selbst geprägt von den sich verändernden Bedingungen der Bildproduktion.
In fünf Kapiteln, Deindustrialisierung, Arbeitslosigkeit, Jugendkultur oder rechte Gewalt wird eine Gesellschaft im Umbruch gezeigt. In den Fotografien sind die Bruchlinien und Kontinuitäten im „langen Jahrzehnt der Wende“ eingefangen. Spannungen zwischen Aufbruchseuphorie und Ernüchterung der Nachwendejahre werden nacherlebbar.
Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam umgesetzt und von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Mittelbrandenburgische Sparkasse unterstützt und ist aktuelle noch bis zum 04.10.2026 in Beeskow, Museum für Utopie und Alltag zu sehen.
