Sachsen-Anhalt

Restaurierung des ehemaligen Hofgestüts Bleesern

Das ehemalige Hofgestüt Bleesern zählt zu den ältesten erhaltenen Gestütsanlagen Europas und ist ein bedeutendes Zeugnis sächsischer Bau- und Kulturgeschichte. Mit großem ehrenamtlichem Engagement wird das historische Ensemble restauriert und als lebendiger Kulturort mit vielfältigen Veranstaltungen wiederbelebt.

Übergabe Förderzusage

Die barocke Vierflügelanlage wurde zwischen 1676 und 1686 nach den Plänen des kurfürstlich-sächsischen Baumeisters Wolf Caspar von Klengel errichtet. Als Hofgestüt der sächsischen Kurfürsten diente Bleesern vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. Bereits 1444 ist die Anlage archivalisch als bestehende „Stuterei“ belegt – ein Datum, das noch vor den Gründungen aller anderen bekannten europäischen Staatsgestüte liegt.

Nach Jahrzehnten des Verfalls setzt sich der Förderverein Hofgestüt Bleesern e. V. seit 2010 für die Rettung und Wiederbelebung des Denkmals ein. Mitglieder erforschen gleichzeitig die Geschichte der imposanten barocken Anlage, die zwischen 1675 und 1686 nach Plänen Wolf Caspar von Klengels (1630-1691) errichtet wurde und als eines der ältesten Gestütsbauwerke in Europa gilt. Um die großartige Anlage wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rufen und als Kulturort neu zu beleben, stellt Förderverein ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm auf die Beine. Picknickkonzerte ziehen Einheimische wie Touristen nach Bleesern. Eine Ausstellung informiert über die Geschichte und Bedeutung des ehemaligen Hofgestüts, in Vorträgen und auf Exkursionen werden neue Forschungsergebnisse vorgestellt sowie Wissen über die Kulturlandschaft im Raum Wittenberg vermittelt. 

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung unterstützt gemeinsam mit der Sparkasse Wittenberg die Restaurierung des historischen Dachwerks und der hölzernen Stützkonstruktion des Südflügels. Die Förderung schafft zugleich die Grundlage für weitere Sanierungsschritte und trägt dazu bei, das bedeutende Kulturdenkmal langfristig zu erhalten und seine Nutzungsmöglichkeiten weiter auszubauen.