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Neues Konzept für Dauerausstellung in Ernst Barlachs Atelierhaus

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und OSPA-Stiftung fördern die Neugestaltung der Dauerausstellung in Güstrow

Güstrow, 12.12.2019. Mit Barlachs 150. Geburtstag am 2. Januar 2020 starten die Ernst Barlach Museen Güstrow nicht nur in ein turbulentes Kunstjahr, sondern haben sich mit der geplanten Neukonzeption der Dauerausstellung auch weitreichende Ziele gesetzt. Das Team der Güstrower Barlach Museen arbeitet in Kooperation mit der Hochschule Wismar an der Neugestaltung der Dauerausstellung im Atelierhaus des Künstlers, die den authentischen Arbeitsort des Bildhauers wieder in den Fokus rücken und neue Perspektiven auf sein vielseitiges Werk aufzeigen soll.

Für die Realisierung dieses Projektes übergaben heute Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, und Karsten Pannwitt, Vorstandsvorsitzender der OSPA-Stiftung und Vorstand der OSPA, gemeinsam eine Förderzusage an Magdalena Schulz-Ohm, Geschäftsführerin der Ernst Barlach Stiftung. „Ich freue mich außerordentlich, dass wir für die Neugestaltung unserer Dauerausstellung so großzügige Unterstützung erhalten“, stellte Magdalena Schulz-Ohm fest und dankte auch im Namen ihres Stiftungsvorstands den Förderern.

„Die Förderung derartiger Ausstellungs- und Vermittlungsprojekte, die neben der Museumsarbeit auch Wissenschaft und Digitalisierung vereinen und bewusst jüngere Zielgruppen für das Museum interessieren wollen, ist uns ein besonderes Anliegen. Darum engagieren wir uns erneut für die Barlach Museen in Güstrow. Sie sind auf ihre Weise prägend für die Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommern“, resümierten Friedrich-Wilhelm von Rauch und Karsten Pannwitt.

Die innovativen Pläne für die neue Dauerausstellung werden von Studierenden der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar erarbeitet, die das Projekt als großartige Möglichkeit ansehen, mit einem anspruchsvollen und generationsübergreifenden Konzept noch mehr Personen für die Kunst Ernst Barlachs zu begeistern. „Mit unserem Konzept wollen wir die Besucher und Besucherinnen eintauchen lassen, in das Schaffen eines der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts und das Atelierhaus in einen Ort verwandeln, an dem man die Kunst Barlachs nicht nur erleben, sondern dessen Modernität auch spüren kann“, kommentierte Prof. Dipl.–Ing. Achim Hack, Dekan der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar, die Pläne seiner Studierenden.

Neben bekannten plastischen Arbeiten Barlachs sollen zukünftig auch seine farbigen Keramiken gezeigt, Auszüge aus seinen Skizzenbüchern und Schriften zugänglich gemacht sowie Tonaufnahmen und noch nie in einer Ausstellung gezeigte persönliche Gegenstände des berühmten Bildhauers präsentiert werden. Hörstationen, Tablets und der Einsatz von Augmented-Reality-Anwendungen werden den Besuchern auf vieldimensionale Weise neue Einsichten in Barlachs Motive, Themen und Arbeitsweise ermöglichen.

Mit den geplanten Umbau- und Renovierungsarbeiten soll im Sommer 2020 begonnen werden, so dass die neue Dauerausstellung im Güstrower Atelierhaus Ernst Barlachs einen fulminanten Abschluss des Jubiläumsjahres 2020 bilden wird.

Zur Information

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert in diesem Sinne seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Die Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Rund 2.200 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen nahezu 95 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung.

Davon wurde allein im Land Mecklenburg-Vorpommern für 335 Projekte eine Gesamtsumme von mehr als 13 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Sparkassenorganisation ist der größte nicht-staatliche Kulturförderer in Deutschland.